Flashback: Hermes Phettberg 2003

"Nehmen wir das Gedicht "Durchschnittschwein", indem Thomas Schafferer schreibt. "Ich bin nicht groß, ich bin nicht klein, ich bin ein Durchschnittsschwein." Dieses Gedicht halte ich nicht aus, es tut mir wirklich weh. Es wühlt mich auf. Ich möchte nämlich bedeutend sein und groß, und kein Durchschnittschwein. Er trifft da einen sehr wunden Punkt. (...) Es wäre ja auch furchtbar, wenn in der ersten Klasse Volkschule skandiert würde: "Wir sind alle Durchschnittsschweine". Wäre das eine Evidenz, eine Erkenntnis der Menschen, wie wenig fähig wir überhaupt sind?, Sind wir manövrierfähig, wie weit sind wir überhaupt manövrierfähig? Welcher Spielraum steht uns überhaupt zu? Können wir überhaupt ausbrechen? Insofern, da die Menschheit einen gemeinsamen Weg der Erkennens geht. Der Star von in einem Vogelschwarm kann ja gar nicht ausbrechen, denn falls einer die Richtung ändert, dann fliegen alle mit. Das heißt evolutionär jetzt gesehen, anthropologisch, sind wir überhaupt in der Lage, dass einer abweicht, ohne dass alle gleich mitfliegen?" Hermes Phettberg, 2003 im Interview mit Cognac & Biskotten>>>

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